Die Königsdorfer Alm wurde am 29. September 1907 gegründet. Auf Betreiben des damaligen Bürgermeisters von Königsdorf, Johann Geiger, schlossen sich 68 Grundbesitzer und Bauern zu einer Weidegenossenschaft zusammen.

Das Almgebäude (Unterkunftshütte für die Hirten und eine große Stallung für ca. 150 Stück Vieh) befand sich 50 Meter von der jetzigen Almhütte in östlicher Richtung. Der erste Viehauftrieb mit 125 Stück Jungvieh und 15 Jungpferden erfolgte am 25. Mai 1908.

Die Weidefläche hatte einen Ausmaß von 176 ha und einen Holzstangenzaun von ca. 7 km Länge. Große Gebiete des heutigen bewohnten Geretsried, unter anderem der Stadteil Stein, gehörten zur damaligen Weidefläche. Die beschäftigten Hirten arbeiteten und wohnten den Sommer über auf der Alm. Sie versorgten das Vieh, stellten Butter und Käse her und bewirteten sonntags die Gäste, zum Beispiel Almbauern mit ihren Familien, die nach ihrem Vieh schauten.

Am 19. Dezember 1969 stürzte das gesamte Almgebäude unter eine schweren Schneelast ein. 1972 erfolgte der Bau der jetzigen Almhütte ohne Stallgebäude. Zur Zeit weiden noch ca. 10 Stück Jungvieh auf einer Fläche von ca. 17 ha. Weidebetrieb und Bewirtung wurden seit 1907 nun 100 Jahre ohne Unterbrechung (mit Ausnahme des Kriegsjahres 1945) aufrecht erhalten.